Post und Paketdienstleistungen


Der zunehmende Online-Versandhandel beschert den Paketdiensten seit Jahren wachsende Umsätze – allein über 2 Milliarden Pakete wurden im Jahr 2014 in Deutschland verschickt, das entspricht etwa fünfeinhalb Millionen Paketen – jeden Tag. Mit dem stetig steigenden Paketaufkommen sind auch gravierende ökologische und soziale Probleme verbunden. Auf der ökologischen Seite belastet der zunehmende Verkehr durch große Transportfahrzeuge das Klima, aber auch die Luft- und Aufenthaltsqualität in den Innenstädten. Auf der sozialen Seite stehen, bedingt durch die große Konkurrenz im Geschäft, regelmäßig Vorwürfe von schlechten Arbeitsbedingungen und Ausbeutung im Raum. Weder der Tarifvertrag noch der Mindestlohn konnten diesen Missstand restlos beseitigen, da die Transportdienstleistungen häufig an unterbezahlte und scheinselbstständige Subunternehmer vergeben werden.

Alle Paket- und Logistikdienstleister haben mehr oder weniger ambitionierte Nachhaltigkeitsprogramme, in denen sie ihre Auswirkungen auf Mensch und Umwelt darstellen und nach Verbesserungen streben. Am umfangreichsten sind dabei die Bemühungen von Deutsche Post/DHL. Die Einsparung von klimaschädlichen Treibhausgasemissionen und eine Optimierung der besonders umweltschädlichen „letzten Meile“ bis zur Haustür liegt im Grunde auch ganz im Sinne der Dienstleister: weniger Emissionen bedeuten im Umkehrschluss weniger Benzin- bzw. Diesel und damit geringere Kosten. Deshalb und auf Grund steigenden Drucks durch die Politik, untersuchen derzeit alle Paketdienstleister, wie sie mit Hilfe von Elektrofahrzeugen, Mikro-Depots und Lastenrädern umweltfreundlicher als bisher unterwegs sein können. Bis sich diese innovativen Ansätze flächendeckend durchgesetzt haben, wird es allerdings noch einige Jahre dauern. Bis dahin können Sie unsere Tipps und Tricks beachten, um die Auswirkungen Ihrer Post- und Paketsendungen zu verringern.

Fragen, Anregungen, Feedback?

Wir arbeiten daran, unser Angebot kontinuierlich zu erweitern. Dafür freuen wir uns auf Ihre Fragen, Anregungen, Lob und Kritik oder Erfahrungen mit verschiedenen Produkten.

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Tipps und Tricks


VOR ORT EINKAUFEN

Idealerweise können Sie die Ware im Nahbereich direkt im Geschäft vor Ort kaufen, das spart Emissionen beim Versand und erlaubt Ihnen, die Ware vorher zu begutachten. Allerdings gilt auch: es ist ökologisch sinnvoller, Ware per Post zu bestellen, statt kilometerweit mit dem Auto durch die Stadt zu fahren, um vor Ort einzukaufen.

E-MAILS STATT BRIEFE

Bei manchen Anlässen mag ein Brief passender sein – in den meisten Fällen kann ein Anliegen jedoch schneller und umweltfreundlicher per E-Mail geklärt werden. Achten Sie beim Anlegen Ihrer Kontaktlisten darauf, E-Mailadressen frühzeitig mit aufzunehmen und fragen Sie gegebenenfalls gleich ab, ob eine Korrespondenz per E-Mail oder Brief bevorzugt wird.

WENIGER IST MEHR

Bei Briefen wie auch Paketen kann das Bündeln von Sendungen Geld sparen und die Umwelt schonen. Doppelseitig bedruckte Briefe sind kein schlechter Stil, sondern zeugen von Umweltbewusstsein und verantwortungsvollem Ressourceneinsatz. Bündeln Sie am besten auch Ihre eigenen Bestellungen. In den seltensten Fällen braucht man Ware tatsächlich gleich am nächsten Tag. Insbesondere Kleinstbestellungen sorgen jedoch für unnötig hohe Emissionen und Verpackungsmüll.

AUF RECYCLINGPRODUKTE SETZEN

In vielen Kirchengemeinden und Verwaltungseinrichtungen gehört der Einsatz von Recyclingpapier längst zum Standard. Achten Sie darauf, dass auch Versandtaschen und Kartons aus Recyclingpapier hergestellt sind. Ist auf diesen zusätzlich der Blaue Engel aufgedruckt, können Sie Ihr Umweltengagement auch gut nach außen kommunizieren und andere zum Nachahmen anregen. Umweltfreundliches Büromaterial können Sie zu günstigen Konditionen über unseren Rahmenvertrag mit der Firma Memo beziehen.

PASSEND VERPACKT

Viele Emissionen können eingespart werden, wenn die Verpackungsgröße wirklich an den Inhalt angepasst ist. Ressourcen werden zudem gespart, wenn Sie alte Verpackungen aufheben und wiederbenutzen. Mitarbeitende im Evangelischen Oberkirchenrat können leere Kartons bei der Poststelle abgeben, diese werden dann erneut verwendet.

NEUE WEGE GEHEN

In vielen Städten bieten Fahrradkuriere die umweltfreundliche Lieferung von Briefen, Päckchen und anderen Gegenständen. Durch Pedelecs und Lastenräder haben sich Radius und die mögliche Größe der transportierten Güter deutlich vergrößert. Unterstützen Sie diesen Trend und beauftragen Sie Fahrradkuriere für eilige Sendungen im Stadtgebiet.

UNZUSTELLBAR

Die meisten umweltschädlichen Emissionen entstehen auf der sogenannten „letzten Meile“. Umso schlimmer, wenn Pakete nicht zugestellt werden können und sie diese letzte Meile dann auch noch mehrfach durchlaufen. Als Empfänger von Paketen können Sie in vielen Fällen gleich bei der Bestellung angeben, wann und wo ihr Paket zugestellt werden soll, von der vertraglich vereinbarten Erlaubnis, das Paket einfach vor der Tür abzustellen bis zur Lieferung an eine DHL Packstation. Nähere Informationen erhalten Sie auf den Internetseiten von DHL, GLS, DPD, UPS und Hermes.

PAKETE ZUR ARBEIT BESTELLEN

Viele Firmen bieten ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an, Pakete an ihren Arbeitsplatz verschicken zu lassen, auch im EOK ist das möglich. Auch als Absender können Sie dazu beitragen, überflüssige Wege zu vermeiden: indem Sie den Empfänger über die bevorstehende Lieferung informieren und gegebenenfalls nachfragen, wohin das Paket verschickt werden soll.

KLIMANEUTRALER VERSAND

Klimaschädliche Treibhausgase können durch Investitionen in Umweltprojekte, die die gleiche Menge an Treibhausgasen an anderer Stelle wieder einsparen, deutlich verringert werden. Bei allen Päckchen und Paketen, die über DPD verschickt werden, geschieht dies automatisch und ohne Mehrkosten, bei DHL gilt dies für inländische Pakete. Die Emissionen von Briefen, die über die Deutsche Post verschickt werden, können über das GoGreen-Programm gegen einen Betrag von 5 Cent pro Brief ebenfalls kompensiert werden.