2016 gründete die Evangelische Jugend im Rheinland das „Netzwerk Faires Jugendhaus“ und brachte ein Zertifikat auf den Weg, mit dem sich Jugendgruppen als „Faires Jugendhaus“ auszeichnen lassen können.
Beim Thema „Fairer Handel“ sind unter dem Dach der Evangelischen Kirche im Rheinland viele Vereine, Initiativen, Eine-Welt-Läden und Arbeitskreise im Einsatz. „In der Jugendarbeit war das aber bisher kein so großes Thema“, sagt Claudio Gnypek, Referent für entwicklungspolitische Bildung beim Gemeindedienst Mission und Ökumene. Um das Zertifikat „Faires Jugendhaus“ zu erhalten, müssen Jugendeinrichtungen folgende fünf Kriterien erfüllen:
- Gründung eines FairTrade-Teams aus Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen und Entwicklung einer Strategie.
- Verpflichtendes Angebot in den Einrichtungen von mindestens zwei Produkten aus dem fairen Handel.
- Mindestens zweimal im Jahr soll sich die Einrichtung thematisch mit Produktionsbedingungen und fairem Handel auseinandersetzen.
- Und einmal im Jahr muss die Einrichtung ihren Einsatz zu Papier bringen.
- Beim fünften Kriterium können die Jugendeinrichtungen einen weiteren Bereich auswählen, in dem sie sich nachhaltig engagieren möchten: Bio-Lebensmittel, die Zusammenarbeit mit einem Bauern vor Ort, Aktionen zur Ressourcennutzung, weitere FairTrade-Produkte oder -Aktionen sowie vegetarische und vegane Koch- und Essensangebote stehen zur Auswahl.
Wenn alle Kriterien erfüllt sind, kann das Bewerbungsformular ausgefüllt werden. Nach der Prüfung gibt es das Zertifikat. Sind nach Ablauf dieses Zeitraums weiterhin alle Kriterien erfüllt, wird die Einrichtung zertifiziert.