„Wir waren schon lange Grüner Gockel-Gemeinde und hatten alle energiesparenden Maßnahmen im baulichen Bereich ausgeschöpft. Alles Weitere stand in keinem guten Verhältnis mehr zum möglichen Ergebnis. Wir hatten aber auch keine Lust, nun nur noch Zähler abzulesen und Verbrauchslisten auszufüllen. Unser neues Projekt sollte Spaß machen, wir wollten dabei etwas Gutes für das Klima tun und dem Grünen Gockel endlich mal ein Gesicht nach außen geben.“
Zwischen dem Pfarrhaus, dem Lutherhaus, der Kirche und den beiden Kindergärten wird in der evangelischen Kirche in Hockenheim viel hin und her transportiert. Damit Hausmeister und Pfarrer diese Transporte möglichst umweltfreundlich und wirtschaftlich zurücklegen können, hat die Gemeinde durch Spenden und Fördergelder des Grünen Gockels ein elektrisch unterstütztes Lastenfahrrad angeschafft, das nun seinen Dienst für die Kirchengemeinde verrichtet und pro Jahr
600 Autokilometer ersetzt. So ist man in der Stadt oft schneller unterwegs als mit dem Auto, es gibt keine Parkplatzprobleme und man kommt in jeden Hof und in jede Gasse. Und im Gegensatz zu modernen Autos kann man fast alles selbst reparieren.
Das Lastenfahrrad hat eine nutzbare Ladefläche von der Größe einer Europalette. Die mögliche Zuladung beträgt bis zu 300 kg. Es ist seit seiner Anschaffung tagtäglich in Hockenheim im Einsatz und als auffälliges Gefährt eine gute Werbung in eigener Sache und für eine nachhaltige Mobilität. Viele Leute heben den Daumen als Anerkennung für die Umweltinitiative. Und das Beispiel macht Schule: Viele Kleinfirmen in Hockenheim haben sich inzwischen ebenfalls ein solches Lastenfahrrad für ihren Kundendienst angeschafft.