Büromöbel

 
Im Sinne der Nachhaltigkeit ist es ratsam, Möbel so selten wie möglich auszutauschen. Vor einer Neubeschaffung sollten auf jeden Fall Reparatur oder Aufarbeitung in Betracht gezogen werden. Nichtsdestotrotz werden zuweilen neue Tische im Kindergarten, neue Aktenschränke in der Verwaltung oder ein neuer Bürostuhl im Gemeindesekretariat benötigt. Auch bei diesen Anschaffungen gibt es ökologische Alternativen.
 
Da es bei Möbeln eine riesige Auswahl an Formen, Farben und Qualität gibt, sind unsere Produktempfehlungen exemplarisch. Allgemein kann empfohlen werden, auf Produkte mit dem Blauen Engel, aus FSC-zertifiziertem Holz oder aus Recyclingmaterialien zu setzen. Einige umweltfreundliche Möbelstücke findet ihr auch bei unserem Partner Memo zu günstigen Konditionen in unserem Einkaufsportal.
 
 

Wissenswertes zu Büromöbeln

 

Emissionen

Laut Stiftung Warentest können neue Möbel gesundheitsschädliche Stoffe wie Lösemittel, Weichmacher oder Formaldehyd emittieren. Auch unbehandelte Massivholzmöbel können Lösemittel wie Terpene abgeben. Kauft deshalb emissionsarme Möbel, zertifiziert mit dem Blauen Engel.
 

Gesunde Kindergartenmöbel

Gerade im Kindergarten sind ein gesundes Raumklima und die Sicherheit von Möbeln besonders wichtig. Glücklicherweise gibt es auch hier nach Blauem Engel zertifizierte emissionsarme Möbel für Kinder.
 

Günstige gebrauchte Möbel

Eine ganze Reihe von Händlern bieten inzwischen auch professionelle Büromöbel gebraucht mit wenigen Gebrauchsspuren an. Diese Möbel mit Berufserfahrung sind teilweise um einiges günstiger als neue Möbel. Im Falle eines höhenverstellbaren Schreibtisches bspw. ca. 50% günstiger.
 

Ergonomie

 
Gute ergonomische Eigenschaften sind beim täglichen Gebrauch von Möbeln sehr wichtig und tragen zur Gesundheit bei. Eine kompakte Darstellung der ergonomischen Anforderungen an Schreibtisch und Stuhl der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) findet ihr in den Links unten.
 

Tipps zum Bürostuhlkauf

 
In den Links unten findet ihr umfangreiche Hinweise der gesetzlichen Unfallversicherung in Zusammenarbeit mit der BAuA zur Gestaltung von Bildschirm- und Büroarbeitsplätzen sowie eine Checkliste zum Bürostuhlkauf.
 

Holzherkunft

 
In einer Recherche des WWF in verschiedenen Möbelhäusern hat sich herausgestellt, dass die Holzart der Möbel in vielen Fällen nicht korrekt bezeichnet ist. So kauft Ihr möglicherweise ungewollt Holz aus Urwäldern. Kauft bei einem Händler Eures Vertrauens und fragt nach der Holzherkunft.
 

Siegel & Label

 

Blauer Engel

Der blaue Engel zertifiziert nach RAL-UZ 38 emissionsarme Möbel aus Holz und Holzwerkstoffen, so auch Schreibtische. Diese haben möglichst geringe Emissionen und eine lange Lebensdauer. Darüber hinaus stammen mindestens 50% des Holzes bzw. 50% der primären Rohstoffe für Holzwerkstoffe aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern. Auch bei Bürostühlen gibt es nach Blauem Engel (RAL-UZ 117 für emissionsarme Polstermöbel) zertifizierte Stühle. Der blaue Engel garantiert u.a., dass die Polster umweltfreundlich hergestellt und schadstoffgeprüft wurden.
 
 

Das goldene M

Das Goldene M befindet sich auf vielen Küchen- und Badmöbeln über Wohn- und Schlafraummöbel bis zu Matratzen. Schwerpunkte des Siegels sind zum einen die Qualität und Langlebigkeit, zum anderen die Begrenzung bzw. der Ausschluss bestimmter Schadstoffe wie Formaldehyd, Restlösemittel, Biozide, FCKW, Flammschutzmittel oder Schwermetalle.
 
 

FSC

FSC zertifiziert Schreibtische und andere Möbel, deren Holzteile aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammen. Die Mindeststandards des FSC besagen beispielsweise, dass ökologisch besonders wertvolle Wälder für FSC zertifizierte Möbel nicht genutzt werden dürfen. Auch wird bei der Holznutzung auf die Rechte von in Wäldern beheimatete Menschen geachtet. Mit Hilfe der FSC-Zertifikatsnummer können Sie weitere Informationen u.a. zum verwendeten Holz bekommen.
 

PEFC

PEFC zertifiziert ebenfalls Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft und daraus gefertigte Möbel. Im Gegensatz zum FSC-Siegel, welches von großen Umweltverbänden gegründet wurde, ist PEFC auf eine Initiative von Waldbesitzern und Förstern zurückzuführen. Bei PEFC sind Gruppenzertifizierungen großer Flächen ohne Einzelbetriebsprüfung möglich. Darüber hinaus erlaubt PEFC den Waldbesitzern, im Gegensatz zu FSC, Pflanzenschutzmittel zu verwenden. Rund Zweidrittel der Waldfläche ist hierzulande nach PEFC-Standards zertifiziert.
 

Weiterführende Links