Haushaltsgeräte und Energie sparen

 
Geräte wie Kühlschränke, Spül- und Waschmaschinen sind Anschaffungen für viele Jahre und werden in kirchlichen wie in privaten Haushalten benötigt. Sparsamkeit beim Wasserverbrauch, eine lange Lebensdauer und eine möglichst hohe Energieeffizienzklasse sind wichtige Auswahlkriterien beim Kauf. Innerhalb einer Energieeffizienzklasse gibt es ggf. deutliche Unterschiede beim Verbrauch von Strom und Wasser. Achtet daher sowohl auf Verbrauchsdaten als auch auf die Energieeffizienzklasse!
 
Verbrauch von Strom und ggf. Wasser sowie die Energieeffizienzklasse sind durch das EU-Energielabel gekennzeichnet (siehe unten). Das EU-Energielabel ist für viele Geräte gesetzlich vorgeschrieben.
 
Seit 2021 gelten die Energieeffizienzklassen von A bis G. Sie ersetzen die zuvor gültigen Energieeffizienzklassen von A+++ bis D. Da mittlerweile die Kriterien strenger geworden sind, können Geräte mit einer alten Energieeffizienzklasse nicht einfach in eine der neuen Klassen eingeordnet werden. Klasse A bezeichnet die sparsamsten Geräte, Klasse G die Geräte, die sehr viel Energie verbrauchen. Neben den Buchstaben verraten die Farben der Energielabels die Energieeffizienz nach einer Art Ampelsystem: von A (grün) sparsamste Klasse bis G (rot) schlechteste Klasse. Neu seit Juni 2025 gibt es auch für Smartphones und Tablets Energieeffizienzklassen.
 
 

Kaufentscheidung

 

Anschaffen & Betreiben

Die Betriebskosten der anzuschaffenden bzw. alten Geräte sollten neben dem Kaufpreis auch miteinander verglichen werden. Ein moderner Kühlschrank verbraucht im Durchschnitt zwischen 90 und 125 kWh pro Jahr, während ältere Modelle oft über 300 kWh verbrauchen. Das ist bis zu 60% weniger Energieverbrauch, was zu einer jährlichen Ersparnis von bis zu 60 € führen kann. Für die Berechnung der Lebenszykluskosten gibt es unterschiedlich komplexe Rechner (siehe untenstehende Links).
 

Kaufen oder Leihen?

 

Wirklich benötigt?

Wenn die Industriespülmaschine nur ein oder zweimal im Jahr gebraucht wird und der Kühlschrank an 350 Tagen im Jahr lediglich durch eine einzelne Tüte Milch belegt wird, sollte man grundsätzlich vor dem Kauf überlegen, ob das Gerät benötigt wird. Für einzelne Veranstaltungen können entsprechende Geräte auch geliehen werden. Beispielsweise ein Spülmobil für ein Gemeindefest.
 

Reparieren oder neu kaufen?

 

Ökologisch & Ökonomisch

Wenn ein Gerät kaputt geht, lohnt sich ein Neukauf ökologisch gesehen nur dann, wenn ein sehr altes Gerät durch ein sehr effizientes Gerät ersetzt wird. Ansonsten sollte das alte Gerät lieber repariert werden. Freie Werkstätten oder sogenannte Repaircafés sind eine gute Adresse, um ältere Geräte mit geringen Schäden reparieren zu lassen.
 
Bei einer Reparatur stellt sich die Frage, ob sie sich finanziell lohnt. Mit steigendem Alter eines Haushaltsgerätes sollte immer weniger in eine Reparatur investiert werden. Als Faust­regel wird empfohlen, in den ersten fünf Jahren bis zur Hälfte des Kauf­preises an Reparaturen zu zahlen. Bei Geräten ab zehn Jahren sollte es höchs­tens ein Fünftel sein.
 

Wissenswerte Tipps

 

Aufstellungsort

Der Aufstellungsort eines Geräts kann ein wichtiger Beitrag zum Stromsparen sein: ein Kühlschrank sollte nicht neben einem Backofen oder einer Spülmaschine platziert werden. Dieser sollte möglichst an einem kühlen Ort stehen.
 

Warmwasser nutzen

Die meisten Wasch- und Spülmaschinen benötigen viel Strom zum Aufwärmen des Wassers. Manche Geräte lassen sich direkt an das Warmwasser anschließen, was immer dann von Vorteil ist, wenn die Warmwasserbereitung besonders klimafreundlich erfolgt, z.B. durch eine Solaranlage oder Fernwärme. Lasst euch dazu vom Fachmann beraten. 
 

Entsorgen

Elektronische Geräte müssen sowohl vom Einzel- als auch vom Onlinehandel zurückgenommen werden – Kleingeräte bedingungslos, Größere bei einem Neukauf. Ab einer bestimmten Verkaufsfläche sind auch Discounter und Supermärkte, die Elektronik- und Elektrogeräte verkaufen, zur Rücknahme verpflichtet. Beim Wertstoffhof ist eine fachgerechte Entsorgung möglich. Einfaches Wegwerfen der Geräte ist verboten.
 

Kühlschranktipps

 
Die optimale Temperatur beträgt lt. Umweltbundesamt im Gefrierschrank –18 °C, im Kühlschrank 7 °C. Am besten überprüft ihr die Temperatur mithilfe eines Thermometers. Stellt nur bereits abgekühlte Lebensmittel in den Kühlschrank. Ebenso können Tiefkühlprodukte zum langsamen Auftauen in den Kühlschrank wandern. Bei Eisbildung sollte der Kühlschrank abgetaut werden. 
 

Waschmaschinentipps

 
Waschmaschine immer voll beladen. Energiesparprogramme senken den Stromverbrauch durch eine niedrige Waschtemperatur und längere Einwirkzeit. Ohne Vorwäsche spart man noch mehr Wasser und Energie. Schaltet die Waschmaschine ab, sobald das Programm beendet ist. Die Zeitvorwahl verursacht unter Umständen eine lange Stand-by-Phase, deshalb diese Option nach Möglichkeit meiden.
 

Spülmaschinentipps

 
Spülmaschine immer voll beladen. Nach Möglichkeit das Eco-Programm nutzen, dieses spart Wasser und Energie. Ein Vorspülen ist bei modernen Geschirrspülern nicht notwendig. 
 

Siegel & Label

 

EU-Energieeffizienz-Label

Für folgende Elektrogeräte gilt die europäische Kennzeichnungspflicht: Kühlschränke, Gefriergeräte, Backöfen, Dunstabzugshauben, Geschirrspüler, Lampen und Leuchtmittel, Waschmaschinen, Wäschetrockner, Waschtrockner, Fernseher, Smartphones und Tablets, Warmwasserbereiter (z.B. Durchlauferhitzer), Heizungsanlagen, Raumheizgeräte, Raumklimageräte sowie Lüftungsanlagen.
 
Mehr Infos dazu:
 

Weiterführende Links