Kaffee

 
Mit 162 Liter pro Person pro Jahr ist Kaffee das beliebteste Getränk der Deutschen – noch vor Mineralwasser. Durch seine tägliche Präsenz machen wir uns meist wenig Gedanken darüber, wo unser Kaffee herkommt und unter welchen Bedingungen er angebaut und hergestellt wurde. Dabei lohnt es sich, genauer hinzuschauen, denn die Arbeitsbedingungen auf den konventionellen Plantagen sind meist schlecht, die Auswirkungen auf die Umwelt verheerend.
 
Öko-fair-sozialer Kaffee stellt eine sinnvolle Alternative dar – und den gibt es bereits zu fairen Preisen! Ihr bekommt in allen Eine-Welt und Bioläden, aber inzwischen auch in den meisten Supermärkten und Discountern Kaffee, der mit dem Biosiegel und einem Siegel für den fairen Handel zertifiziert ist. Dieser ist oft nur geringfügig teurer als die billigen Eigenmarken, dafür in der Regel aber oft auch geschmacklich besser.
 
Auch über unser Einkaufsportal findet ihr qualitativ hochwertigen Kaffee der GEPA zu günstigen Konditionen.
 
 

Wissenswertes über Kaffee

 

Anbau & Arbeitsbedingungen

Traditionell werden Kaffeepflanzen im Mix mit anderen schattenspendenden Pflanzen angebaut, zum Beispiel zwischen Bananen-, Grapefruit- oder Avocado-Bäumen. Auch im Bioanbau ist die Schattenbauweise üblich. Konventioneller Kaffee wird dagegen in riesigen Monokulturen angebaut, Sträucher und Bäume werden durch Pestizide beseitigt und für die Tiere geht wertvoller Lebensraum verloren. Zudem ist Kinderarbeit im Kaffeeanbau sehr weit verbreitet. Durch den Kauf von Fairtrade-Kaffee unterstützt ihr faire Arbeitsbedingungen und Handelsbeziehungen sowie Gemeinschaftsentwicklung.
 

Kaffeekapseln

Seit einigen Jahren boomt das Geschäft mit Kaffee in Portionsgrößen – in Form von Kaffeepads oder Kapseln. Aus ökologischer Sicht können die Pads sinnvoll sein: wenn nur einzelne Tassen gekocht werden, ist die Zubereitung in einer Pad-Maschine meist energiesparender als in einer üblichen Filterkaffeemaschine. Die Kapseln hingegen sollte man auf jeden Fall vermeiden – egal ob sie aus Kunststoff oder aus Aluminium sind.
 

Zubereitungstipps

Kaffeegenuss hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab – zum Beispiel von der Frische, der Mischung von Arabica- und Robusta-Bohnen, der Röstung, oder dem Mahlgrad. Wertvolle Tipps, wie ihr euren öko-fair-sozialen Kaffee richtig gut zubereiten könnt, findet ihr in unseren Links unten.
 

Siegel & Label

 

Bio-Siegel

Das EU-Bio-Siegel verbietet u.a. den Einsatz von Pestiziden und leicht löslichem, mineralischem Dünger. Außerdem darf kein gentechnisch verändertes Saatgut eingesetzt werden. 95% der verwendeten Zutaten müssen aus ökologischem Anbau stammen. Die Kriterien des deutschen Bio-Siegels entsprechen denen des EU-Bio-Siegels.
 

Bio-Siegel-Verbände

Das Demeter-Siegel geht wie das Naturland-Siegel auch über die Anforderungen des deutschen und des europäischen Bio-Siegels hinaus, beinhaltet aber keine sozialen Kriterien.
 

Fairtrade-Siegel

Das Fairtrade-Siegel garantiert unter anderem feste Mindestpreise für den Kaffee und zusätzliche Prämien für Investitionen in soziale, ökonomische oder ökologische Projekte. Durch Schulungen und Vorfinanzierungen wird umweltschonender Anbau bis hin zur Umstellung auf Bio möglich. Die Fairtrade-Prämie, die den Kaffeebauern gezahlt wird, trägt zudem zu einer nachhaltigen Entwicklung ganzer Gemeinschaften bei.
 

El Puente

Die Produkte von El Puente unterliegen den internationalen Kriterien des fairen Handels. Sie sind hauptsächlich in Weltläden zu finden.
 

GEPA

Die Produkte der GEPA unterliegen den gleichen Mindestkriterien des fairen Handels wie die Produkte, die das Fairtrade-Siegel tragen. In einigen Punkten gehen sie auch darüber hinaus: So zahlt die GEPA oft noch höhere Preise als Fairtrade. Viele Tees stammen von Kleinbauern mit denen teilweise jahrzehntelange Handelsbeziehungen gepflegt werden.
 

Genossenschaft dwp

Die Produkte der Genossenschaft dwp unterliegen den internationalen Fair-Handel-Kriterien und sind am besten in den Weltläden zu finden.
 

Weiterführende Links