Beleuchtung
Die Beleuchtung in kirchlichen Gebäuden erfüllt verschiedene Zwecke: Sie ermöglicht das Arbeiten an dunklen Tagen, sie lenkt den Blick auf Prinzipalien und Kunstwerke, sie schafft eine besondere Atmosphäre bei Nachtgottesdiensten und vieles mehr.
Jedoch verbraucht sie dabei viel Strom und ist somit ein relevanter ökonomischer und ökologischer Faktor. Unter Umweltgesichtspunkten ist der wichtigste Aspekt bei der Beleuchtung der Stromverbrauch: Die Emissionen, die in der Herstellung entstehen, sind gegenüber den Emissionen in der Nutzung vernachlässigbar.
Damit eine Lampe in der Nutzung wenig Energie verbraucht, muss sie möglichst effizient sein. Sie soll also bei geringer Leistungsaufnahme besonders hell leuchten. Die klassische Glühbirne ist sehr ineffizient und wurde aufgrund einer EU-Richtlinie vom Markt genommen. Alternative Lichtquellen mit besserer Effizienz sind LED-Lampen, Kompaktleuchtstofflampen („Energiesparlampen“) und Halogenlampen. Aufgrund der überlegenen Effizienz empfehlen wir, wo es möglich ist, den Einsatz von LED-Lampen.
LEDs liegen vorn
Von allen Leuchtmitteln sind LED-Lampen die nachhaltigsten. Sie sind besonders effizient, langanhaltend und kommen ohne giftiges Quecksilber aus. Sie gehen sofort an und überleben viele An-Aus-Schaltzyklen. Obwohl sie in der Anschaffung teurer sind, so sind sie auf den gesamten Lebenszyklus gerechnet häufig am günstigsten. Daher empfehlen wir bei einer Umrüstung immer den Einsatz der LED-Technik.
Gestaltung mit LEDs
Die LED-Technik eröffnet neue Gestaltungsmöglichkeiten im Bereich Beleuchtung. So können bspw. wartungsarme Strahler an schwer zugänglichen Orten verbaut werden. LED-Lampen gibt es zudem in vielen Bauformen, die optisch der klassischen Glühbirne sehr nahekommen. Mit solchen „Retro-Fit“-Lampen können bestehende Leuchten schnell und einfach umgerüstet werden.
Lichtverschmutzung
Insbesondere Außenlicht sollte immer dorthin gerichtet werden, wo es gebraucht wird – im Normalfall also nach unten auf die Wege und Treppen. Lichtabstrahlung nach oben ist zumeist unnötig und trägt zur sogenannten „Lichtverschmutzung“ bei, welche z.B. Insekten stört. Auch sonstige Beleuchtungen im Außenbereich (Schaukästen, Weihnachtsbeleuchtung usw.) sollten immer wieder einer kritischen Betrachtung unterzogen werden.
Egal wie effizient eine Lampe ist, am meisten Strom spart man, wenn man beim Verlassen der Räume immer das Licht ausschaltet. In wenig benutzten Räumen (z.B. Kopierräumen) helfen Bewegungsmelder und "Treppenlichtschaltungen", damit das Licht nicht den ganzen Tag unnötig brennt. Zudem sollte nicht immer das „große Licht“ eingeschaltet werden, oft reicht auch schon eine Schreibtischlampe.
Besonders in Gebäuden mit viel Publikumsverkehr (z.B. in Gemeindehäusern) hilft es, die Lichtschalter adäquat zu beschriften. Damit werden "Fehlschaltungen" vermieden und die Lebensdauer der Lampen erhöht. Auch kann ein kleines Schild daran erinnern, dass das Licht beim Verlassen der Räumlichkeiten ausgeschaltet werden soll.
Im Gegensatz zu Glühbirnen müssen Energiesparlampen und LEDs am Lebensende sorgfältig entsorgt werden. Energiesparlampen sind wegen des oft enthaltenen Quecksilbers Sondermüll, LEDs sind Elektrogeräte, die entsprechend recycelt werden müssen. Beide Lampen können an speziellen Sammelstellen im Handel zurückgegeben werden.
Blauer Engel

Moderne Leuchtmittel erhaltet ihr inzwischen überall: Im Internet, im Elektromarkt, sogar im Discounter. Allerdings raten wir von Billigangeboten unbekannter Hersteller ab, da die Qualität (z.B. die Konsistenz der Lichtfarbe über verschiedene Chargen hinweg) oft nicht stimmt. Hochwertige LED-Lampen mit dem Blauen Engel erhaltet ihr über unser Einkaufsportal.
In unserem Glossar haben wir die wichtigsten Begriffe rund um das Thema Lampen und Beleuchtung für euch zusammengestellt.
In unserem Einkaufsratgeber haben wir alle wesentlichen Informationen auf einer Seite zusammengefasst.
Vom Öko-Institut zusammengefasst wichtige Punkte, die es bei der Umstellung auf LED zu beachten gibt.
Ausführliche Informationen zu LED, Rohstoffen und Nachhaltigkeit zusammengestellt von Germanwatch.
